Kreuzband

Die Kreuzbänder sind neben den Seitenbändern und den Menisci die Hauptstabilisatoren des Kniegelenkes. Ihren Namen haben sie bekommen da sie sich im Zentrum des Kniegelenkes kreuzen. Nach einem Riss des Kreuzbandes kann es zu Folgeschäden an Meniskus und Knorpel kommen. Das vordere Kreuzband ist wesentlich häufiger betroffen, nicht selten sind Begleitverletzungen an Knorpel oder Meniskus vorhanden!

Der Kreuzbandriss ( Ruptur ) ist eine häufige Verletzung beim Sport ( Fußball, Tennis, Squash, Basketball, Schifahren, verschiedene Ball- und Kontaktsportarten, Stop-and Go Sportarten ) oder nach großen Krafteinwirkungen bei Verkehrs- oder Arbeitsunfällen.

Diagnose: klinische Untersuchung mit Stabilitätsprüfung, MRT

Konservativ (ohne Operation): grundsätzlich möglich, individuelle Entscheidung : je nach Instabilitätsgrad, Sportniveau, Aktivitätsniveau, Beschwerden, Alter des Patienten, Begleitverletzungen. D.h. Physiotherapie ( Muskelaufbau, Koordinationstraining, etc. )

Operation: je nachdem wie lange der Kreuzbandriss zurückliegt, in Abhängigkeit der Rissform, Instabilität und eventueller Begleitverletzungen muss immer eine individuelle Entscheidung zur bestmöglichen Versorgung getroffen werden ! Grundsätzlich kommen Naht ( Refixation, also Kreuzband erhaltend bei frischen Rissen ) oder Kreuzbandersatz Operation ( Kreuzbandplastik ) und anschließende Physiotherapie in Frage !
Verschiedene Sehnentransplantate ( körpereigene oder sogenannte Allografts / Spendersehnen ) sind möglich, die anatomisch korrekte und spezialisierte minimalinvasive Operationstechnik ermöglichen eine knochen- sowie sehnenschonende Operation.